Thomas Glavinic: Die Arbeit der Nacht

 
Von Wolfram Saringer
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Eine beklemmende Geschichte, am Cover nicht zu unrecht mit Kafka in Verbindung gebracht: Ein Mann erwacht eines Tages, um herauszufinden, dass er offensichtlich der letzte seiner Art ist. Der letzte Mensch. Alleine in der gewohnten Umgebung, die er als zunehmend feindlich und bizarr wahrnimmt.
Sämtliche Anstrengungen, dem Albtraum zu entkommen, zumindest Hinweise zu finden, was passiert sein könnte, schlagen fehl. Gefangen im Käfig der Zivilisation wird immer deutlicher, dass ein Mensch alleine nicht einmal Mensch sein kann.
Geschickt arbeitet Glavinic mit hin und wieder geradezu erschreckenden Kleinigkeiten, die letztlich aber immer nur das Eine erneut deutlich machen: Es passiert nichts. Weil niemand da ist...
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