Thierry Cohen: Ich hätte es vorgezogen zu leben

 
Von Wolfram Saringer
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Ein Jugendlicher, der an seinem 20. Geburtstag aus enttäuschter Liebe Selbstmod begeht, erwacht in unregelmässigen Abständen jeweils zu seinem Geburtstag aus einer Art Schlaf, um festzustellen, das anscheinend jemand anders das Leben lebt, das er sich so sehr gewünscht hatte -- verheiratet mit der von ihm angebeteten Frau.
Das wäre nun nicht so schlimm... nur scheint sein Alter Ego ein äusserst unangemessener Ersatz: ganz offensichtlich betrügt er seine Frau, neigt zu Gewalttätigkeit und pflegt noch einige weitere Schattenseiten. Der Mann beginnt nun einen aussichtslos scheinenden Kampf gegen diejenige Person, die er zwischen seinen kurzen Wachzuständen zu sein scheint.
Hintergrund des Buches ist der Versuch des Autors, den Selbstmord eines Freundes zu verarbeiten. Und eine Antwort auf die Frage zu finden, was er ihm hätte sagen können, um ihn von diesem Schritt abzuhalten.
Streckenweise doch etwas pathetisch, dessen ungeachtet ein interessantes Gedankenexperiment.