B&W P5 Kopfhörer

 
Von Wolfram Saringer
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Beim ersten Kopfhörer einer alteingesessenen Lautsprecherschmiede sind die Erwartungen hoch... zu Recht?
Abgesehen von teilweise ganz hervorragenden (und preislich entsprechend positionierten) Lautsprechern stellt das Traditionsunternehmen Bowers&Wilkins, zu Unrecht als 'British Bose' verunglimpft, seit einiger Zeit auch durchaus luxuriöse iPod Accessoires her (die auch einiges mehr kosten als die Musikquellen). Diesen Trend fortsetzend erschien nunmehr der erste Kopfhöher von B&W, ebenfalls auf Mobilgeräte und mobile Nutzung ausgelegt: P5.

Gleichfalls im oberen Preissegment positioniert gelang ein optisch ansprechendes Gerät im Retrodesign mit durchaus noblen Materialien, tauschbarem Kabel (es liegen zwei unterschiedliche bei, eines davon mit Mikrofon und iPod/iPhone Steuerung) und leicht abnehmbaren Lederpolstern.

Klanglich sind B&W keine Vorwürfe zu machen: wie zu erwarten weit entfernt von gerade im Mobilbereich weit verbreiteten effektheischenden Abstimmungen klingt der P5 im ersten Eindruck nahezu langweilig. Das gibt sich jedoch bald und man erfreut sich an zurückhaltendem aber tiefreichendem Bass, sehr guter Aussengeräuschdämmung (die aber nicht das Gefühl vollkommener Abgeschlossenheit gibt) und vor allem einem sehr angenehmen, nie aufdringlichen Mitten- und Hochtonbereich. Soweit also keine Überraschungen.

Die Konstruktion der Lederpolster fand ich zunächst etwas suspekt, muss aber zugeben, dass auch bei längerem Tragen der Komfort für einen geschlossenen, ohraufliegenden Kopfhörer sehr gut ist: das Leder ist weich und angenehm auf der Haut, die Andruckkraft ist gut bemessen für festen Sitz ohne unangenehmes Drücken, der Bügel ist kaum zu spüren.

Hohe Erwartungen... zu Recht? Definitiv. Der Kopfhörer entspricht durchaus dem, was man zu dem durchaus stolzen Preis erwarten kann.