"Väter"

 
Von Wolfram Saringer
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OK, die Premiere war bereits im November 2009 -- dessen ungeachtet sein sehenswertes Stück am Akademietheater: "Väter". Drei Schauspieler deutscher, russischer bzw. litauischer Provenienz erzählen in kurzen Geschichten von ihren Erinnerungen an ihre Väter. Während der mit 3 Stunden zwar langen aber keineswegs langweiligen Aufführung werden die drei auf der Bühne in ihren jeweiligen Sprechpausen langsam zu ihren Vätern umgeschminkt.

Das simpel gehaltene Bühnenbild besteht primär aus graphisch aufbereiteten Photographien, die oft umgebaut und in die Erzählungen eingebunden werden. Die bereits angesprochenen Schminktische treten am Rand im Halbdunkel in den Hintergrund.

Auch, wenn nicht zu ergründen war, ob die erzählten Geschichten tatsächlich aus der Jugend der Schauspieler stammen (die unter ihren eigenen Namen sprechen), klingt es auf jeden Fall so. Eigentlich ein großes Lob für die Darsteller -- verdient. Jeder der drei bringt eine gute Mischung amüsanter wie auch melancholischer Erinnerungen... Definitiv sehenswert.

mit
Gundars Abolins
Juris Baratinskis
Oliver Stokowski

Regie: Alvis Hermanis