Desinteresse

 
Von Wolfram Saringer
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Nach der leider durchaus überschaubaren Teilnehmerzahl der samstäglichen Demo gegen die Überwachungswut der EU Kommission (die in der finanziellen Förderung zahlreicher einschlägiger Projekte zum Ausdruck kommt) stellt sich die Frage, ob die lieben Mitbürger die Gefahr nicht verstehen, anders einschätzen oder, in klassisch österreichischer Manier, mal abwarten: so schlimm wirds schon nicht kommen.

Nun sind die neu gewonnenen Fähigkeiten automatisierter Überwachungssysteme nicht ganz leicht zu vermitteln, schon weil vieles stark nach Science Fiction klingt -- aber durchaus bereits real ist. Bilderkennung in Photos bei Facebook wird von manchen als ärgerlich wahrgenommen, dass aber computerbasierende Auswertungen von Bewegtbildern nicht nur die Gesichter erkennen können sondern diese auch verfolgen und nach Unterbrechungen wiedererkennen und dem Bewegungsmuster zuordnen können, wird oftmals als unmöglich abgetan bzw. in der möglichen Tragweite vollkommen falsch eingeschätzt.

Andererseits ist vielen Menschen auch nicht bewusst, was alles über sie im Netz verfügbar ist... Vielleicht sollte man da ansetzen: diese Informationen sind sofort verknüpfbar. Und wer nichts zu verbergen hat... ist ohnehin verdächtig. Mir zumindest.